Oder: Wie wir dem Leben elegant ein bisschen Schwere nehmen

Viele von uns sehnen sich nach mehr Leichtigkeit – besonders nach einem fordernden Jahr wie 2025. Doch wie kann das gelingen?
Ich verrate dir heute meine 3 aktuellen Lieblings-Leichtigkeits-Hacks.
Sie sind erprobt, alltagstauglich – und verleihen dir Flügel. 🧚♀️
1. Statt „weniger ist mehr“ lieber „mehr ist mehr“
Viele Neujahrsvorschläge arbeiten mit Verzicht.
Kein Zucker. Weniger Fleisch. Diäten. Disziplin.
Und während diese Ansätze auf dem Papier oft vernünftig klingen, gerät unser Gehirn dabei in Alarmbereitschaft.
Wenn du nicht gerade eine Persönlichkeit bist, die kulinarische Genüsse grundsätzlich überschätzt findet und noch mühelos in ihre Jeans aus den 80er-Jahren passt, wird dein gesamtes System sehr wahrscheinlich in den Widerstand gehen. Mit voller Kraft.
Ein kleiner, sehr wirksamer Perspektivwechsel lautet deshalb: Mehr Belohnung beruhigt.
„Keine Sorge, Schätzchen“, flüstern wir unserem Organismus zu,
„du bekommst mehr – schau nur: diese wundervolle PHO-Suppe mit Thaibasilikum, Sprossen, würziger Sauce. Ein Vitaminparadies! So gut!“

Und ganz nebenbei – das ist der charmante Nebeneffekt – bleibt plötzlich nicht mehr allzu viel Platz für andere, vielleicht nicht ganz so erwünschte Lebensmittel.
Mehr Gutes statt Mangel.
Mehr Genuss statt Verbot.
Ein erstaunlich leichter Einstieg in ein leichteres Leben.
2. Hürden kleiner machen – oder: Ich liebe Micro-Habits
Das eigene Leben leichter zu machen, erfordert selten eine Hauruck-Aktion. Viele kleine tägliche Schritte sind oft wirksamer als ein großer Sprung mit einer unsanften Landung und verstauchtem Knöchel.
Deshalb habe ich mir für dieses Jahr keine Klassiker vorgenommen wie:
mehr Sport, weniger Kalorien, mehr Schlaf, weniger Arbeit.
Stattdessen fokussiere ich mich auf eine kleine Gewohnheit pro Monat – auf die ich mich konzentriere und die mir guttut.
Ich beginne sie gern zum Neumond, denn ich nutze all die Unterstützung, die ich bekommen kann. 😉
Die erste Gewohnheit des Jahres war – wie im letzten Blogpost schon erzählt – mein Digital Sunset.
Die zweite wird, meinem Wort des Jahres entsprechend: DANCE.
Einmal täglich ein Tänzchen nach Wahl.
Musik, Rhythmus, Bewegung, Lebensfreude pur.
Übrigens: Morgen, am 18.1., ist wieder Neumond.
Na? Darf ich bitten?
3. Den Fokus aktiv justieren – ein kleiner Akt der Disziplin
Ein wenig Übung braucht Punkt drei: der Umgang mit unserem Negativity Bias.
Erleben wir an einem Tag neun wunderbare Situationen und eine unangenehme – womit beschäftigt sich unser Gedankenkarussell?
Richtig. Mit der einen Störung.
Dieses Phänomen nennt man Negativity Bias. Ursprünglich war es sinnvoll – es hat uns geschützt.
Heute jedoch sorgt es vor allem für unnötige Schwere.
Ein versäumter Termin.
Eine unfreundliche Kollegin.
Ein Zweier statt eines Sehr gut im Zeugnis.
All das ist ja nicht mehr so bedrohlich wie einst ein Säbelzahntiger.
Im Englischen gibt es dafür ein schönes Bild:
„Negativity sticks like Velcro, positive events like Teflon.“
Negatives haftet wie Klettverschluss, Positives gleitet ab wie auf einer Teflonpfanne.
Die Einladung lautet also: Lasst uns das Positive be-MERKEN.
Festhalten. Sammeln. Größer machen.
Als Foto.
Als Zeichnung.
Als Wort.
Als Text.
So wie gestern, als ich mitten im Januar die ersten Blüten entdeckt habe.
Hach.

Ich wünsche dir – und mir –,
dass wir 1, 2, 3, 1, 2, 3
elegant und beschwingt in die ersten Monate dieses neuen Jahres hineintanzen.
Alles Walzer
und viel Vergnügen!
Herzlich,
deine Gudrun
P.S. Verrate mir doch in den Kommentaren deine ganz persönlichen Tipps für mehr Leichtigkeit.
Ich bin neugierig – und sammle sie mit Vergnügen. 💛
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