
Wusstest du, dass der 24. Januar der Internationale Tag der Bildung ist?
2018 von der UNESCO ins Leben gerufen, erinnert er uns daran, dass Bildung weltweit alles andere als selbstverständlich ist. Millionen von Kindern und Erwachsenen haben keinen Zugang zu Lesen, Schreiben und Lernen – und damit zu vielfältigen Möglichkeiten.
Über Bildung in Österreich ließe sich endlos schreiben. Heute möchte ich den Blick jedoch bewusst auf uns Erwachsene richten – auf jene von uns, die noch mitten im Berufsleben stehen oder sich bereits in den sogenannten Freedom Years bewegen.
Kennst du das?
Im Stress des Alltäglichen neigen wir dazu, das Wesentliche auf den sogenannten Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben. Auf „wenn es ruhiger wird“. Auf die Pension. Wenn die Kinder groß sind. Wenn das Haus aufgeräumt ist.
Ich habe das auch getan – bis mir durch einen kurzen Zwischenstopp auf der Intensivstation vor einiger Zeit klar wurde, dass dieser Tag womöglich gar nicht eintritt.
Seitdem ist mein innerer Leitsatz ziemlich klar:
Tu, was du liebst. Und zwar möglichst bald.
Malen. Musik. Schreiben. Lyrik. Reisen. Botanical Drawing. Philosophie. Psychologie. Bewegung. Tanz. Die Interessensgebiete sind vielfältig.
Neugier ist kein Luxus – sie ist Lebendigkeit.
Und hier kommt mein Papa ins Spiel.
Er hat sein Leben lang gelernt. Still, konsequent, ohne großes Aufheben. Nach einer Art persönlichem Stundenplan: ein bisschen Sprachen, ein bisschen Wissenschaft, ein bisschen Steuern (dieses Interesse hat er mir nicht vererbt).
Ich wusste immer: Das ist gut. Das will ich auch.

Und nun entdecke ich auf Social Media einen Trend, der genau das feiert, was mein Vater schon immer praktiziert hat:
Develop your personal curriculum.
Erschaffe deinen eigenen Lehrplan.
Wähle deine „Fächer“, setze Schwerpunkte, variiere Rhythmen. Vielleicht ein Monat Literatur, ein Semester Kunst, ein Sommer Wissenschaft, was auch immer dein Herz und Hirn begehren. Ganz angepasst an dein Leben, deine Energie, deine Neugier.
Nun wird man dabei vielleicht auf skeptische Stimmen stoßen:
Wozu Sprachen lernen, wenn du gar nicht in dieses Land reist? Warum Kunst praktizieren, wenn du damit gar nicht in die Öffentlichkeit gehen möchtest?
Warum sich mit Wissenschaft befassen, wenn du sie (beruflich) gar nicht brauchst?
Für mich sind das seltsame Fragen.
Denn wir wissen:
a) Use it or lose it. – wenn wir unseren Verstand nicht fordern und fördern, können wir ihn, vor allem angesichts der derzeitigen weltpolitischen Situation, leicht verlieren. Gerade jetzt brauchen wir Klarheit.
b) Interesse erzeugt Flow. Wenn wir fasziniert sind von einem Thema, sind wir intrinsisch motiviert und können uns leicht und einfach in einen Flow- (sprich Glücks) Zustand hineinbegeben.
c) Bildung ist ein Wert an sich. Und ein Privileg, für das wir dankbar sein dürfen – und das wir vielleicht auch nutzen können, um alles ein kleines bisschen schöner zu machen. Wir können unseren freien Zugang dazu verwenden, durch unser Tun die Welt auch für andere zu verbessern, wie auch immer das aussehen kann – da bist du bestimmt kreativ.

Solltest du nun Lust haben, dich mit Schreiben und dem Leben und Lernen berühmter Frauen der Literatur zu befassen, von denen viele übrigens sehr gerne eine Möglichkeit zu Bildung gehabt hätten und um diese auf unterschiedliche Weise kämpfen mussten, möchte ich dich auf mein Programm „Phenomenal Women Write!“ aufmerksam machen. Eine Teilnehmerin hat mir gerade ein schönes Kompliment dazu geschickt: „So ein phänomenaler Kurs, so viele schöne Anregungen, so viel Erstaunliches entstanden!“ Sie hat nicht nur den gesamten Workshop mit allen Modulen absolviert, sondern ihr Journal dazu mit Bildern und Kunst ergänzt – ihr ganz persönliches Buch gestaltet – einfach großartig!
Apropos großartig – ich möchte heute euch allen ein Kompliment machen: Ihr seid wundervoll, mutig, klug und inspirierend – phenomenal women (und ein paar men) halt! Ich danke euch von Herzen dafür.
Der 24. Januar ist übrigens auch der Tag des Kompliments – ich will dich ermutigen, heute ebenso jemandem etwas Wertschätzendes zu sagen.
Alles Liebe,
Gudrun
Übrigens: Was lernst oder übst du gerade? Schreibe das doch bitte in die Kommentare – ich lese so gern von dir!
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