„Reicher als reich“

So heißt es in der Werbung der Klassenlotterie.

Und genauso fühle ich mich oft. Nicht weil ich dort gewonnen habe, sondern weil ich Reichtum erkenne, wenn ich ihn sehe.

Ich finde ihn überall.

Ein Apfelbaum – heute fotografiert – Schönheit und Fülle pur

Und zwar da, wo ich Unbezahlbares entdecke, etwas, das man nicht einfach kaufen kann. Das sind die echten Kostbarkeiten.

Die meisten von uns haben zum Glück genug für ein gutes Leben, Wohnraum, Essen, Kleidung etc.

Die meisten von uns haben sogar zu viel von vielem.

Das wiederum macht erfahrungsgemäß nicht glücklicher, sondern wirkt oft wie eine leise Unruhe, eine never-ending „To-Do-List“ im Kopf.

Allerdings haben wir auch oft viel zu wenig vom Wichtigen.

Zeit für Genuss und Schönheit: Ich liebe das Gedicht „Leisure“ von William Henry Davies.

Er schreibt: „What is this life if, full of care, we have no time to stand and stare…“
Und seine Antwort ist so klar wie unbequem:
„A poor life this is…“ – „ein armes Leben“.

Dabei liegt der Reichtum so nah.

In Begegnungen, die wärmen:

So geht mir immer mein Herz auf, wenn ich jemandem begegne, der achtsam und sorgfältig und einfühlsam seine Arbeit tut. Ich habe das diese Woche wieder erlebt – eine routinemäßige Vorsorge-Untersuchung (keine Angst – alles gut bei mir).

Ein shoutout an die Abteilung im örtlichen BKH, bei der ich diese „Professionalität meets Liebenswürdigkeit“ gespürt habe – wirklich toll!

Was für die Profis im Krankenhaus Alltag ist, ist für Patient*innen immer etwas Besonderes, meist mit einem mulmigen Gefühl der Sorge oder Unsicherheit verbunden. Sicherheit zu verbreiten durch zuvorkommende Worte, ein freundlicher Blick, ein Gefühl von „du bist hier gut aufgehoben“, all das ist ein super Extra-Service. Dankeschön!

Oder diese andere Form von Reichtum:

Zeit für sich: Um zu versinken im kreativen Tun und auch den Mut dazu zu haben.

Und dann ist da noch etwas:

Unterstützung:

Ein „Ich sehe dich“.
Ein „Mach weiter“.
Ein wohltuendes Wort zur richtigen Zeit.

Das kostet nichts.
Und ist doch unbezahlbar.

Vielleicht magst du dich heute fragen: Wo bist du reicher, als du denkst?

Und wie kannst du großzügig sein und ein kleines Stückchen davon teilen?

Manchmal beginnt das ganz einfach.

Indem wir das Schöne, Wohltuende aussprechen.

Das Gute größer machen.

Und uns nicht zurückhalten mit Wertschätzung.

Und hier der Baum in Nachbars Garten – Zwetschke? Auf jeden Fall hat sich mein Nachbar mit mir über meine Begeisterung gefreut.

Eine Idee, die ich von Herzen gerne weitergebe, stammt von einer Kollegin, Heidrun Lutz von wild-peppermint-design: Sie hat 19 Angebote kreativer Menschen unter „Verantwortung zeigen, gemeinsam wirken“ zusammengetragen und sie gebündelt zur Verfügung gestellt – und alle sind kostenlos. Vielleicht ist da etwas dabei für dich. Sie gelten noch diese Woche.

Den eigenen inneren Reichtum entdecken und größer machen, das kannst du besonders gut durch Schreiben.

Wenn du magst, begleite ich dich ein kleines Stückchen dabei.

In meinem Minikurs „Du. Ein Stift. Und dann sehen wir weiter.“ bekommst du fünf Tagen lang kleine, feine Impulse. 5-10 Minuten am Tag genügen. Draufgepackt habe ich meine besten Tipps aus meiner Schreiberfahrung, damit es noch besser klappt.

Mein Lieblings-Baby ist natürlich meine Reihe „Phenomenal Women Write!“ – Hier feiere ich wunderbare berühmte Frauen und dich und mich – natürlich schreibend. Aus 13 Workshops kannst du dir deine Lieblingsautorin aussuchen und inspiriert von ihren Spuren deine eigenen ziehen.

Es ist außerdem ein fabelhaftes Geschenk für liebe Freudinnen, Mütter, Schwestern, Töchter. Und etwas ganz Besonderes ist es, wenn du nicht nur den Workshop verschenkst, sondern gemeinsame Schreibzeit dazu.

Hab einen guten Start in den Mai.

Mein Bullet-Journal-Spread für den Mai, inspiriert durch meinen Apfelbaum und Goethes Mailied

Und vielleicht gönnst du dir auch einen kleinen Moment to „stand and stare“ über den Reichtum direkt vor dir.

Herzlich,

Gudrun

P. S.: Save the date: Mein nächster Bullet Journaling Workshop ist schon geplant und zwar im Schreibraum in Innsbruck vom 4. – 6. 12. 2026 – hier findest du alle Informationen dazu.

  1. Avatar von Gaby Höckner
    Gaby Höckner

    Ich mag deine Texte sehr. Deine Newsletter gehören zu den wenigen, die ich tatsächlich lese. Und vielleicht schaffe ich es doch einmal zum Bullet-Journaling-Workshop!

    1. Avatar von Gudrun

      Wie schön, von dir zu hören – und dein Kompliment freut mich SEHR. Ich denke, der Bullet-Journaling-Workshop würde dir gefallen. In Wien ist derzeit allerdings keiner geplant. Aber Advent in Innsbruck, gepaart mit Schreiben, das ist wirklich ein Highlight. Vielleicht hast du Lust dazu. Ganz liebe Grüße, Gudrun

  2. Avatar von Jenny

    Liebe Gudrun,
    ich fühle mich immer so reich, wenn ich mit meinen Kindern Kastanien sammle und wir dann zuhause die glänzende Beute in eine große Schale schütten. ich freue mich nicht nur an dem schönen kühlen Glatten, sondern auch an dem Moment, an meinen Kindern, an der Zeit, die ich mit ihnen verbringen darf.

    Danke für die Erinnerung daran!
    #richlife

    1. Avatar von Gudrun

      Liebe Jenny,
      sehr gerne – ja Kastanien-auch so ein Geschenk – haptisch und kulinarisch.
      Und natürlich Kinder. Meine sind schon größer als ich, dennoch ist die gemeinsame Zeit großartig.
      Hab es gut und alles Liebe,
      Gudrun

  3. Liebe Gudrun, ja, gerade jetzt im Wonnemonat lauern in allen Gärten und Parks diese Momente, und wir können uns erfreuen an der Schönheit des Erblühens! Ich mag den Frühling wohl nicht nur, weil ich selbst ein Maienkind bin, sondern weil er für Aufbruch steht, für Frische und für eine neue Runde ‚Leben‘. Hab einen wundervollen Mai voll der Düfte, der Genüsse und der guten Begegnungen!

    1. Avatar von Gudrun

      Oh, ein Maienkind – dann gratuliere ich schon mal. Und ja, reine Wonne. Deshalb mag ich Goethes Gedicht so gern. Hab auch du eine WUNDER-volle Zeit der Frische und neue Runde „Leben“ hört sich gut an. Ich bin übrigens ein Juni-Kind.

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