
Mein Sommer hat heuer gefühlt bis zum 2. Oktober gedauert.
Bei strahlendem Wetter und im September mit einem Verlängern in der Sommerakademie in Zakynthos. Zwei Wochen Kreativität, vieles ausprobieren, Neues lernen und immer wieder kleine, feine Einsichten.
Einige davon möchte ich dir gerne heute verraten.
Vielleicht inspirieren sie deinen Herbst.

Zeit schenken
Wenn du, wie ich und viele von uns, zahlreiche Interessen hast und zudem noch ein Leben, das dich fordert, kennst du möglicherweise dieses Phänomen.
Du versuchst, richtig viel hineinzupacken, wie in einen Koffer, auf den man sich draufsetzen muss, um ihn zuzubekommen.
Und so fühlt es sich fast luxuriös an, sich für etwas Zeit zu lassen.
Beim Aquarellieren konnte ich dies auf sehr deutliche Weise lernen.
Einige meiner Bilder sind nicht so geworden, wie ich es wollte, weil ich zu früh und ungeduldig mit einer neuer Farbe hineingegangen bin, bevor alles genügend getrocknet war.
„Kunst braucht Zeit.“, lerne ich von Doris Neidl.
Und wie gut es tut, sich Zeit zu schenken und hineinzuspüren, beim Yin-Yoga mit Barbara Kratochwil. Nicht an später denken. Sondern im Moment bleiben. Hinhören und genießen.
Mein Vorsatz also für diese Saison:
Öfter mal der Farbe beim Trocknen zusehen.

Mis en place
Vor langer Zeit hatte ich das Glück, einen Kochkurs bei einer Sterneköchin zu gewinnen. Hier ist mir die Wichtigkeit von Mis en place das erste Mal begegnet. Alle Zutaten, richtig geschnitten und gewogen, fein säuberlich in Schälchen geordnet, vorbereitet zu haben, macht das Kochen zu einem reinen Vergnügen. Mich hat das damals fasziniert. So sind selbst große Menüs machbar und zwar ohne unnötige Belastung.
Alles ist da. Ich kann beginnen und mich auf den eigentlichen Prozess einlassen.
Und ich glaube, dass hier ein kleines Goldstück verborgen liegt.
Hast du dir auch schon oft etwas vorgenommen, wie:
Ich möchte so gerne wieder einmal malen oder ein kreatives Projekt gestalten oder endlich Gudruns „Phenomenal Women Write!“-Journaling beginnen, solange es noch die Möglichkeit dazu gibt.
Aber dich hindert der Gedanke, dass du erst in den Untiefen deiner Kästen nach Farbe, Stoffen, Materialien suchen musst oder in den Untiefen deines Computers nach den Zugangsdaten?
Ich denke, dies ist auch ein Grund, warum wir Dinge, die wir eigentlich lieben, aufschieben. Die Hürde, damit zu starten, ist zu groß.
Und du wartest, bis du einmal richtig viel Zeit übrig hast … 😉
Mein Tipp dazu: Nimm dir für den Oktober (oder Herbst) EIN Projekt vor und stelle den Timer auf 15 Minuten. In dieser Zeit arbeitest du daran, alles, was du benötigst, zusammenzutragen. Du richtest dir dein persönliches Mis en place her.
Leg alles bereit, suche die Zugangsdaten und öffne das Programm.
Mach es dir so leicht wie möglich, morgen dann damit zu beginnen.
Du wirst entdecken, dass das alles wahrscheinlich viel weniger als 15 Minuten dauert, sodass du dann gleich loslegen kannst, wenn du möchtest.
Oder du machst morgen mit 15 Minuten weiter.
Bei „Phenomenal Women Write!“ kannst du gleich einsteigen. Du wirst sehen, es ist ganz einfach, und es wird dir Freude machen.
Du brauchst kein großes Projekt, nur Stift, Papier und Neugier darauf, zu entdecken, was in dir steckt.
Such dir ein einzelnes Modul aus und schnuppere einfach hinein. Schreib, lass es aus der Feder fließen, folge den Schreibimpulsen, die ich mir für dich ausgedacht habe und genieße die Überraschung zu erkennen: „Ach, das bin ja ich…“
Und hier habe ich für dich das Mis en place schon vorbereitet. Du brauchst nur noch zu kommen.

Vom Mis en place ins eigene 2027
Um genau solche Hürden – und viele Tipps aus meiner Praxis dazu – geht es auch in meinem Bullet-Journaling-Workshop in Innsbruck. (vom 4. – 6. 12. im Schreibraum von Alexandra Peischer)
Wir schauen uns nämlich nicht nur an, wie man ein Bullet Journal gestalten kann.
Sondern wir befassen uns zuerst damit, warum manche Ideen funktionieren und manche eben auch nicht, und was du stattdessen tun kannst, um deine Wünsche leichter umzusetzen.
Wir ergründen beim Schreiben, wonach du dich wirklich sehnst.
Und ich zeige dir dann, wie dein Bullet-Journal aussehen kann, dass du dich darin wiederfindest.
Wir tauschen uns aus, haben Spaß am Ausprobieren von Materialien und du gehst mit DEINEM Journal und einem System, das du verstanden und ausprobiert hast und das auf dich zugeschnitten ist, mit einem guten Gefühl ins neue Jahr.
Wenn du Lust darauf hast, bitte melde dich hier an.
Meine kleine Herbst-Idee:
Wähle EINE Sache aus, die dir Freude macht.
Gönne dir ein Mis en place.
Und Zeit.
Und dann beginne.
15 Minuten am Tag.
Hab einen wundervollen Herbst und viele goldene Momente, und hoffentlich den einen oder anderen Augenblick, an dem du deiner Farbe beim Trocknen zusiehst.
herzlich,
Gudrun
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