Abschließen

Neubeginn hat so etwas Zauberhaftes in sich.

Es wartet irgendwo ein frischer Kalender, ein leeres Notizbuch oder ein „Ab jetzt wird alles anders.“ – ein schillerndes Versprechen.

Abschließen hingegen wirkt oft weniger mondän.

Und doch sehne ich mich gerade genau danach.

Nach einem sanften Übergang.

Nach einem innerlichen Ausatmen.

Nach weniger offenen Tabs im Kopf.

Vielleicht kennst du das auch.

Der Urlaub steht vor der Tür.
Die Ferien.
Oder einfach eine neue Phase.

(Bei mir treffen heuer alle drei zusammen.)

Und obwohl ich mich freue, merke ich:
Ich möchte dort nicht völlig erschöpft ankommen.
Nicht mit einem inneren Rucksack voller halber Gedanken, offener Schleifen und mentaler To-do-Listen.

Ich möchte unbelastet sein.
Und mit leichtem Gepäck reisen, nicht nur wortwörtlich.

Foto: Friedrich_Schweiger – Vorfreude auf den Sommer

Darum gönne ich mir gerade eine kleine

🌿 Abschließ-Phase


Nicht „Jetzt muss aber noch ALLES fertig werden!“

Eher nach dem wunderbaren österreichischen Motto:
„Nur ned hudeln.“

Denn die meisten offenen Dinge sind ja auch nicht an einem Nachmittag entstanden.

Ich beginne also sanft.

Mit Listen in meinem Bullet Journal, nicht als ToDo’s, sondern als Gedankenparkplatz.

Was möchte ich vor dem Sommer noch erledigen?
Was darf weggeräumt werden?
Was möchte ich bewusst abschließen?
Welche Bücher will ich noch fertiglesen?
Und auch: was darf vielleicht einfach unfertig bleiben?

Allein diese letzte Frage fühlt sich überraschend befreiend an.

🌿 (T)ab schließen.

Ich liebe meinen Computer.
Und meine vielen Interessen 😄

Das Ergebnis: unzählige offene Tabs.
Videos, die ich „unbedingt noch anschauen“ wollte.
Artikel zum Lesen für später.
Ideen. Inspirationen. Projekte.

Ein kleines digitales Abbild meines Gehirns.

Ich reise zwar nicht mit zu schweren Koffern durchs Leben,
aber mit zu vielen offenen inneren Tabs.

Darum schließe ich gerade jeden Tag ein oder zwei davon.

Ganz sanft.

Ich schaue noch einmal hin.
Notiere mir vielleicht einen Gedanken oder Link in meinem Bullet Journal.
Und dann: Tab zu.

Es fühlt sich erstaunlich gut an.

Wie die Fenster zu schließen vor einem Gewitter.

Auch meine

🌿 Inbox

bekommt gerade liebevolle Aufmerksamkeit. Meine sanfte Strategie: Alle Emails, die älter sind als ein Monat, kommen in einen Ordner und sind somit aus dem Blick. Die aktuellen werden noch einmal bewusst gelesen und bearbeitet und dann gelöscht. Ebenso der Papierkorb. Solltest du hier eine bessere Methode haben, bitte verrate sie mir.

Letztens entdeckt – ich liebe diese Farben

🌿 Rückblick

Und dann gibt es noch etwas, das mir wichtig ist:

Nicht einfach nur weiterzublättern.

Sondern zurückzuschauen.

Auf das Schöne dieser letzten Monate.
Auf Begegnungen.
Die kleinen Highlights festhalten (ja, du errätst es schon, in meinem Bullet Journal).
Auf Dinge, die gewachsen sind.

Ich möchte bewusst und dankbar abschließen.
Nicht nur organisatorisch, sondern auch innerlich.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Vorbereitung auf den Sommer.

Das wird jedenfalls ein Fokus meiner nächsten Wochen.

Credits: Unsplah Barbel Kobus

🌿 Was möchtest du abschließen, bevor dein Sommer beginnt? Verrätst du mir das in den Kommentaren?

Und welche inneren Tabs dürfen vielleicht endlich geschlossen werden?

Alles Liebe,
Gudrun

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert