
Wir sind eine erstaunlich ausdauernde Generation, finde ich.
Wofür wir uns, oft vor Jahrzehnten schon, entschieden haben, das ziehen wir durch.
Wir halten (aus).
Wir funktionieren.
Wir bleiben.
Wir haben gelernt:
„Jetzt habe ich x Jahre diesen Beruf erlernt, jetzt muss ich ihn auch 10x Jahre (oder bis zur Pensionierung) ausüben.“
„Jetzt hat meine Ausrüstung, mein Instrument, oder noch schlimmer – ein Geschenk – so viel gekostet, jetzt muss ich mich auch damit befassen, es nutzen, ob ich will oder nicht.“
„Jetzt habe ich sonntags schon so viele Jahre das gemacht und Freitag abends jenes, ich kann doch jetzt nicht einfach damit aufhören.“
Und irgendwo schwingt oft noch ein anderer Gedanke mit:
Sonst wäre alles umsonst gewesen.
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Allerdings ändert sich unsere Welt ständig. Und das in einem atemberaubenden Tempo. Unsere Möglichkeiten werden mehr, unsere Zeit kostbarer.
Nur unsere Entscheidungen von früher behandeln wir manchmal, als wären sie nicht zu ändern.
Dabei waren sie oft einfach die beste Antwort auf die Fragen, die wir damals hatten.
Heute lauten unsere Fragen vielleicht längst anders.
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In der Psychologie gibt es dafür einen Begriff:
Sunk Cost Fallacy.
Gemeint ist, einen mittlerweile unpassenden Weg automatisch weiterzugehen, weil wir bereits viel Zeit, Energie oder Geld investiert haben.
Nicht weil es noch passt.
Sondern weil wir schon so viel bezahlt haben.
Das kommt mir manchmal vor wie die Entscheidung, einen Film bis zum Ende anzusehen, obwohl man nach zwanzig Minuten weiß, dass er schrecklich ist.
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Vielleicht dürfen wir uns öfter fragen:
Mache ich das noch, weil ich es wirklich möchte? Oder weil es immer schon so war.
Ich merke jedenfalls:
Je älter ich werde, desto weniger interessiert mich Konsequenz um ihrer selbst willen.

Aus diesem Grund lade ich dich und mich dazu ein:
Weniger spuren, mehr aus der Reihe tanzen.
Zu experimentieren,
Neues auszuprobieren,
die Weite der Möglichkeiten ergründen.
Oder weniger prosaisch ausgedrückt: „When the horse is dead, get off.“
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Vielleicht braucht es manchmal Mut, abzubiegen.
Und vielleicht braucht es genauso viel Mut, sich einzugestehen, dass man längst in eine andere Richtung gehen möchte.
Die Frage ist also nicht:
Wofür habe ich mich vor zehn, zwanzig oder dreißig Jahren entschieden?
Sondern:
Wohin gehe ich von hier aus?
Wenn du magst, geh doch ein Stückchen des Weges mit mir, komm mit in mein SPA zum
SCHREIBEN (hier für einen sanften Einstieg und hier für einen tiefen Genuss)
PLANEN (hier für einen Bullet Journaling Workshop der Extra-Klasse, live in IBK, humorvoll, interaktiv und auf deine individuelle Situation eingehend)
AUFBLÜHEN (hier und hier für deinen Lese-Sommer)

Alles Liebe und ein buntes Leben,
Gudrun
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